4 × 2 Stunden · wöchentlich · 12–17 Jahre
OSINT für Teens
Finde heraus, was das Netz über Dich weiß
Vier Nachmittage, an denen Ihr lernt, wie man im Netz wirklich sucht — und was man dabei über sich selbst herausfindet. Kein Vortrag über Gefahren, keine Liste mit Verboten. Sondern eine Fähigkeit, die richtig Spaß macht und ganz nebenbei dafür sorgt, dass Ihr klüger unterwegs seid als die meisten Erwachsenen.
Die Idee
Erst begeistern, dann verstehen
Der klassische Medienkompetenz-Vortrag endet meistens mit einer Liste von Dingen, die man nicht tun soll — und wird spätestens auf dem Nachhauseweg vergessen. Wir machen es andersherum. OSINT ist zuerst einmal ein Rätsel: Aus einem Foto den Ort bestimmen. Aus fünf Details herausfinden, in welchem Verein jemand spielt. Prüfen, ob ein Video wirklich zeigt, was in der Bildunterschrift steht.
Wer das ein paar Mal selbst gemacht hat, versteht von allein, wie viel man über andere zusammensetzen kann — und stellt sich die entscheidende Frage ohne Zutun eines Erwachsenen: Was findet eigentlich jemand über mich?
Der Kurs
Vier Module, vier Wochen
Jede Woche zwei Stunden, immer am selben Tag. Der Kurs baut aufeinander auf, deshalb macht es Sinn, alle vier Termine mitzunehmen.
Suchen wie ein Profi
Wie Suchmaschinen wirklich funktionieren und wie man ihnen präzise Fragen stellt. Bilderrückwärtssuche, Kartendienste, Archive. Am Ende der ersten Stunde findet Ihr Dinge, von denen Ihr nicht wusstet, dass man sie finden kann.Bilder lesen
Wo wurde das aufgenommen und wann? Wir bestimmen Orte über Gebäude, Schilder, Straßenmarkierungen und Schattenwurf — und schauen uns an, welche Daten in Fotos stecken, die man mit bloßem Auge nicht sieht. Als Wettbewerb, in Teams.Wahr oder erfunden?
Wie erkennt man ein Video, das gar nicht zeigt, was behauptet wird? Wie prüft man ein Profil, das echt aussieht? Wir nehmen aktuelle Beispiele auseinander — auch KI-generierte — und üben, wie man etwas belegt, statt es nur zu glauben.Deine eigene Spur
Jetzt drehen wir es um: Jede und jeder sucht nach sich selbst. Was ist da? Wer hat es hochgeladen? Was davon lässt sich abstellen? Wir gehen gemeinsam die Einstellungen durch und räumen auf, was weg soll.Für Eltern
Was hier passiert — und was nicht
Wir zeigen Jugendlichen, wie öffentlich zugängliche Informationen zusammenhängen. Alles findet an eigenen Daten oder an neutralen Beispielen statt, die niemanden aus der Gruppe oder der Schule betreffen. Es wird nicht geübt, andere auszuspähen, und es gibt keine Aufgaben, die zu Hause an Mitschülern fortgesetzt werden sollen. Wo ein Thema an eine rechtliche Grenze stößt, sprechen wir sie ausdrücklich an — auch das gehört zur Kompetenz.
Was Ihr Kind mitnimmt, ist weniger Angst und mehr Urteilsvermögen: ein Gefühl dafür, was ein Beitrag über einen verrät, wie man eine Behauptung prüft, bevor man sie weiterleitet, und wie man die eigenen Einstellungen so setzt, dass man selbst entscheidet, was sichtbar ist. Erfahrungsgemäß ist das die wirksamste Form von Prävention — weil sie nicht von außen kommt.
Auf Wunsch bieten wir am letzten Termin die letzten dreißig Minuten als offene Runde für Eltern an. Sie sehen dann, woran gearbeitet wurde, und können Fragen stellen.
Auch für Schulen
Als Projektwoche oder AG
Den Kurs gibt es auch als Format für Schulen und Jugendeinrichtungen — als vierteilige AG, als Projekttag oder als kompakte Doppelstunde für eine ganze Jahrgangsstufe. Inhalte und Beispiele passen wir an das Alter und an das an, was in der Gruppe gerade tatsächlich Thema ist.
Nächster Schritt
Platz anfragen
Schreibt uns Alter und Wunschzeitraum, dann melden wir uns mit den nächsten Terminen. Für Schulen und Einrichtungen genügt eine kurze Nachricht mit Jahrgangsstufe und Gruppengröße.